Web-Identität erstellen

free_tools_badgeOhne Computer und Software geht es in der Wirtschaft nicht mehr. Ob Lagersysteme, Cloud Datenbanken oder Webshops. Diese sollten auf dem aktuellen Stand sein, um einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil auszubauen.  Aber auch als angehende Entrepreneurs in der Gründungsphase sollte man die zu meist kostenlosen und genialen Möglichkeiten für  Kreativität, Teamwork, Organisation und Marketing nutzen. Hier möchte ich euch ein  paar Tools vorstellen und kurz auf meine Erfahrungen eingehen. Den Digital Natives wird viel schon bekannt sein, aber dass man z.B. Facebook auch sehr produktiv für die Arbeit nutzen kann ist nicht so verbreitet.  Im Allgemeinen sollen die Links zum ausprobieren anregen, man muss sein eigen Tool finden und auch flexibel sein in dieser dynamischen Computer-Welt.

Auf welchem Medium begegnen wir uns gerade? Auf einem Blog, dem digitalen Logbuch der Durchseglung unseren Lebens. Mit der Gestaltung dieses Mediums sind wir im Trend, dem Wunsch der Staatenlosigkeit im Netzt. Facebook das soziale Netzwerk ist mit 850 Millionen aktiven Nutzern theoretisch das dritt größte Land der Welt. Die „Staaten“ wie Facebook oder Twitter haben ihre eigenen Gesetze. Die Angebote können von einem Tag auf den Anderen schließen, ihre Nutzungsbedingungen ändern, willkürlich Personen und Unternehmen ausschließen oder technische Standards ändern.

So berichtet der Blogger Sascha Lobo von der Ausschließung  von Deutsch Städten aus Facebook, das soziale Netzwerk überlegte sich doch lieber die Städtenamen mit eigenen Konzepten zu vermarkten. Damit wurde die Arbeit des Städtemarketings ohne Vorwarnung zunichte gemacht. 400.000 Fan-Kontakte der Seite sind verschwunden. Das muss sich anfühlen wie das jahrelang handschriftliche, feinsäuberlich gepflegte Telefonbuch gemeinsam mit den Familienfotoalben verloren zu haben.

Aber keine Panik auf der Titanic, diese Gegebenheiten im digitalen Leben muss man sich bewusst machen. Das Beste ist bei der Umseglung so unabhängig zu sein wie möglich. Dies ist man nur mit einer eigenen Webseite auf der auch die eigenen E-Mails ankommen. Ich hab mir schon vor Jahren meine Namen gesichert, wo mein Emailverkehr drüber verwalte und damit bin ich unabhängig von den überfüllten web.de Konten bin.

Blogs

Aber wie erstellt man sich eine eigene Webseite? Es gibt unzählige Anbieter/Hosts, welche einem die Anmeldung, den Speicheplatz und die Emailadressen konfigurieren. Die Kosten belaufen sich ab 1€ im Monat.

Und dann muss noch Inhalt auf die Seite. Gerade in der Ideenfindungsphase einer Unternehmung  eignet sich ein Blog ideal. Warum? Ich bin ein Freund des Open Innovation Prozesses, d.h. ab der Stunde Null seine Idee zu kommunizieren – nur so kann sie sich formen. Wenn man einen Gedanken „zu blog“ bringen muss–gibt können die vielen Einfälle besser strukturiert werden. Auch Auch bei der Verbalisierung des Ideenkonzeptes bekommt man sofort Feedback, ob die Idee für den Gegenüber verständlich ist. Dass übt nicht nur für die Präsentation vor den ersten  Kunden oder Kapitalgebern.  Man bekommt auch externe Inspirationen auf die man vorher noch nicht gekommen wäre. Was gibt es besseres als die Kunden in der Entstehung partizipieren zu lassen. Dies verringert das Fehlschlagrisiko und spart teure Marktanalysen.

wordpress-logo-stacked-rgb

Wir nutzen für unseren Blog WORDPRESS  in dieser Form mit Subdomain sogar 100% kostenlos. Die Seite in der Form und dem Layout zu erstellen geht sehr einfach. Es gibt viele Varianten der Gestaltung. Die Texte und Fotos sind individuell einzufügen. Es ist so einfach wie eine E-Mail zu schreiben ohne jegliche Vorkenntnisse.  Probier es aus!

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About.me würde ich als die Visitenkarte des Internets bezeichnen. Diese eignet sich auch Ideal als Startseite für die eigene Web-Domain, wenn man noch kein Blog führen will.

Man registriert sich mit beliebigen Namen, lädt  beim Wunsch ein Backgroundfoto hoch, ein kurzer Text über sich oder sein Anliegen und es lassen sich mit kleinen Symbolen weitere eigene Webseiten wie Facebook, Youtube, Twitter und individuelle Links hinweisen. So ist ganz schnell ein schöner Verteiler-Hub gestallte mit der Digitalen Identität geschaffen. Probier es aus, so wirst du gefunden!

Xing Logo
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Die Digitale Identität ist als Unternehmer unabdinglich. Wenn man über Suchmaschinen nicht gefunden wird, ist es so, als wäre man total anonym, ohne festen Wohnsitz, Adresse und Telefon. Es wird erwartet, dass man leicht über Google gefunden wird!

Das Pardon für Business und Karriere zu Facebook ist im deutschsprachigen Raum Xing und im internationalen Kontext Linkedin. Beide sind ähnlich von Ihren Funktionen, die Grundfunktionen sind kostenlos und ermöglichen einem schnell und einfach eine Repräsentanz im Internet. Neben seinem aussagekräftigem Bewerbungsfoto, beruflichen und schulischen Lebenslauf sollte man sich auch die Mühe machen einen kurzen Text über sich zu veröffentlichen und die Felder „Ich Biete“ und „Suche“ ausfüllen. Dieses ermöglicht einem für bestimmte Themen gefunden zu werden. Ich hab z.B. über den Suchbegriff Praktikum in speziellen Kombinationen, bereits mehr als 20 Angebote bekommen.

Auch zur Recherche über Mitbewerber und Recruiting von Mitarbeitern und Partnern eignet sich dies Ideal. Probier es aus!

7 comments

  1. Sofia sagt:

    Hallo Mr. Thursday Ben!

    Vielen Dank für die Vorstellung der verschiedenen Tools. Die Nutzung von ihnen ist in unserem Alltag schon wirklich gängig geworden. Dies trifft wohl überwiegend auf die Generation Y (auch Digital Natives) zu, die laut verschiedener Quellen nach 1980 geboren wurden.

    Jean-Remy von Matt, der Mitgründer von der Werbeagentur Jung von Matt, äußerte sich anfangs über Blogs abwertend. Er bezeichnete sie als „Klowände des Internets“. Dies löste natürlich einen Sturm der Entsetzung bei den Blog-Usern aus. Mittlerweile hat ihn der „Fortschritt“ auch eingeholt und seine Firma bloggt nun selbst.

    Die Tatsache, dass man mit Hilfe von Xing und linkedin eine Praktikumsstelle, wenn nicht sogar einen neuen Arbeitsplatz finden kann, ist wirklich gut. Aber scheinbar wollen einige Unternehmen gar nicht mehr so viel über ihre Bewerber wissen und machen freiwillig bei der „anonymen Bewerbung“ mit. Damit sollen Chancengleichheiten zwischen Frauen und Männer und Migranten sichergestellt werden. (siehe z. B. http://www.sueddeutsche.de/karriere/anonyme-bewerbungen-inkognito-zum-neuen-job-1.1334284 oder http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2012-04/ergebnisse-anonyme-bewerbungen).

    Ich freue mich schon auf den 2. Teil!

    • Hallo Sofia,
      ja den Digital Natives ist durchaus einiges bekannt. aber viele in dem Alter nutzten es bis heute noch keine der Angebote. Ich denke man sollte sein Identität bewusst designen und aus dem anonymen Internet hervorstechen. About.me find ich super – eine Landing Page für alle weiteren Web0.2 Accounts – simples Konzept, aber vollkommen ausreichen. (leider sind deutsch Angebote wie Xing nicht verlinkbar)
      http://about.me/BenWiegelmann

      Mit den anonymen Bewerbung ist ein positive Entwicklung! um als Personaler das Schubladendenken zu umgehen, aber würdest du das als kleines Start up nutzen? Ist mit viel Aufwand – z.b. die unterlagen zu schwärzen – verbunden. Und gibt es beim Personal und Partnern nicht auch so was wie “Liebe auf den ersten Blick”?

      Was nutze du an Onlinetools um dich im Studium zu organisieren?

  2. Sofia sagt:

    Bei about.me werde ich mich demnächst auch anmelden. Dafür werden zukünftig einige Accounts von mir deaktiviert.

    Ob die „anonyme Bewerbung“ sich in Deutschland durchsetzen wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt finde ich noch nicht sagen. Bei großen Unternehmen hilft oft auch kein schönes Bewerbungsfoto und ein sicheres Auftreten bei dem Vorstellungsgespräch. Da wird man schon ins Assessment-Center eingeladen und auf Herz und Nieren geprüft.

    Ich selbst finde es absolut essentiell Tools wie PDF-Konverter, File-Sharing Dienste & Co. im Studium zu nutzen. Wenn man überlegt, wie kompliziert es war zu zweit oder zu dritt ein Referat vorzubereiten, ist es heute durch Dropbox wesentlich leichter. Für Fragebögen verwende ich Q-Set. Zudem habe ich mir vorgenommen für die Hausarbeit „Citavi“, ein Literaturverwaltungsprogramm, zu nutzen.

  3. Hallo Sofia, Q-Set und Citavi werde ich testen – danke für die Tipps. weitere von mir kommen am Donnerstag. Wünsche dir ein sonniges Wochenende!

  4. Unglaublich, wie man sich im Internet ausbreiten kann. Danke für die tollen “Machen-das-Leben-leichter- Tipps”! ;)
    Um seine Ideen zu präsentieren gibt es auch http://www.slideshare.net/ . Die Basisversion ist auch kostenlos.;)
    Die Verwaltung der Passwörter nimmt unglaubliche Dimensionen an.
    Gab es dafür nicht auch ein Tool?

  5. […] Simple Software & Tools für Entrepreneurs Teil 1 von 3. […]

    • Hallo Luise,
      slideshare.net ist cool – kann man sich gut von inspirieren lassen. ich wollte dort meine Powerpoints hochladen, leider war das mit OSX/safari nicht möglich. hast du Präsentation hochgeladen?
      Meine Passwörter verwalte ich mit 1password https://agilebits.com/onepassword mit dem zusätzlichen App hat man auch immer alles dabei. was mir noch fehlt, ist die 100% Integration ins Iphone, so das z.B: Passwörter auch automatisch in Apps einfügt werden. Mit 49$ ist das Programm teuer, aber es gibt hin und wieder Aktions Pakete oder Tage (z.B. Cyber Monday) wo es für günstiger angeboten wird. noch ein kleiner Nachteil, die deutschen Übersetzung in dem Programm sind lückenhaft.
      Ich find es aber super, es ermöglich mir zu jedem Login sichere und individuelle Passwörter!

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