Google ist mehr als nur „googeln“

Keiner von uns kann wirklich einschätzen wie allwissend Google ist. Nur aus Deutschland sind es schätzungsweise täglich mehr als 100 Millionen Suchanfragen. Wie kann ich mir das Wissen für meine Unternehmung zu nutzen machen. Hier die 5 wichtigsten Angebote für deine Recherchen und Workflow !

Google-Alerts-Logo1. Mit Google Alerts lässt sich ein simples Webmonitoring betreiben, dabei werden neue Inhalte die für dich eine Relevanz haben könnten im Web automatisch verfolgt.

Über tägliche, wöchentliche oder auch sofortige Emails wirst du über die neusten Google-Ergebnisse informiert. Dies kann Lob aber auch Kritik an deiner Unternehmung sein. Das Internet schläft leider nie. Dessen sollte man sich bewusste sein! Auch wenn man über keine eigene Internet oder Social Media Präsenz verfügt, wird trotz dem über einen gesprochen. Die virtuelle Kommunikation muss im Auge behalten werden und ggf. schnellst möglich Darauf reagieren werden.

Zum Beispiel eine Kritik in einem Kundenbewertungsforum, Blog oder sozialem Netzwerk kann sich in kürzester Zeit zu einer Imageschädigenden Lawine entwickeln, auch wenn der Kommentar sachlich unbegründet -aber emotionalen geladen- ist. Wenn dies unkontrollierte Ausmaße annimmt spricht man vom „Shitstrom“. Die Häufung  unsachgemäßen Äußerungen können eine eigene Dynamik entwickelt und sich aus einer geeigneten Situation entwickeln. So entstand vor kurzem eine Welle des Boykottaufrufes gegen die Sponsoren der Fußballweltmeisterschaft 2012. Der Skandal: „ Für die Fussball EM 2012 werden in der Ukraine 250 000 unschuldige Straßenhunde lebendig in fahrenden Krematorien verbrannt! …“ Über dies wurde in verschieden TV Boulevard –Formaten (unsachgemäß) berichtet. Es entwickelt sich darauf in sozialen Netzwerken eine Lawine der Empörung. Über dies konnten die Unternehmen kaum noch Herr werden.

Aber auch von organisierten Gruppen kann ein Shitstorm gezielt initiiert werden. Ein populäres Beispiel ist die Initiative von Greenpeace gegen Nestles Schokoriegel KitKat. Der Vorwurf: „Die Produktion von Schokoriegeln wie Kitkat von Nestlé trägt zur Zerstörung des indonesischen Urwalds bei und vernichtet damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans.“ Auch dies verbreitete sich rasant und das Krisenmanagement reagierte zu spät.

Google Alerts hilft nicht nur das Unheil ab zu wenden, es lassen sich auch positives Kritiken sammeln, Kundenwünsche zu hören und über jedes beliebiges Thema auf dem Laufenden zu beleiben, z.B. der Veröffentlichungen der Konkurrenz oder einer bedeutenden Entwicklung der Branche.

Probier es mit einem Bergriff mal aus! z.B. deinem persönlichen Namen, so kann keiner mehr hinter deinem Rücken lästern.

Keyword_Research_Google_Insights2. Google Insights hat mir bei meinen Recherchen schon sehr oft geholfen, hier kann man Suchbegriffe –welche in Google eingegeben wurden-  in relativen Werten vergleichen und Grafisch darstellen. Die Datenbank ist bis 2004 rückwirkend und gibt sogar mit einer Prognose in die Zukunft. Es lässt sich neben dem zeitlichen Rahmen auch die Region und Kategorie visualisieren und einschränken. So lassen sich Trends nachwiesen z.B. wie die Entwicklung der Suchanfragen nach dem Begriff „App“ oder man vergleicht die Nachfrage unterschiedlicher Produkte und Marken. Bsp. Coca Cola vs. Pepsi

Interessant ist auch die Top-10-Liste der Suchbegriffe, die in Kombination mit dem recherchierten Begriff angefragt wurden.

adwords_logo3. adwords.google.de Keyword ist eigentlich ein Tool, welches dabei helfen soll für seine Anzeigen auf der Googleseite die richtigen Suchbegriffe (Keywords) zu finden. Aber auch zu Recherchezwecken ist es gut geeignet,  da es – gegenüber Insights – die absoluten Häufigkeiten der Suchanfragen angibt. Wie oft wurde mein Produktname in Google eingegeben, bzw. der des Konkurrenten?

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Google-Docs4. Google Docs ist wie Word, Excel, Powerpoint und darüber hinaus ein Zeichenprogramm und ein Umfragebogen  -kostenlos an einer Stelle – der Cloud.

Das Geniale daran ist die Möglichkeit zu mehreren in Echtzeit an Dokumenten zu arbeiten. Zum Beispiel, während eines Telefonats gemeinsam eine Kalkulationstabelle zu vervollständigen. Zu jedem Dokument können beliebige Autoren per Mail hinzugeführt werden.  Die Dokumente  lassen sich von jedem beliebigen Browser unterwegs aufrufen und bearbeiten. Auch die Umfragebogen lassen sich sehr einfach erstellen und als Link an die Probanden verschicken. Für Auswertungen bietet Google mit nur einem Klick schöne, grafische Darstellungen an.

Probiert es einfach mal aus, es bedarf nur der Anmeldung.

google-drive-logo-vector-015. Google Drive, der neuste Dienst von Google wurde letzte Woche veröffentlicht und verspricht: „Speichern und Zusammenarbeiten leicht gemacht“.

Es ist mehr eine Ergänzung zu den in Google Docs beschriebenen Eigenschaften. Für mich ist das Interessanteste an diesem Produkt, der kostenlose 5GB Speicher in der Cloud. Leider konnte ich es bis jetzt noch nicht testen, da es für mich z.Z. nicht verfügbar ist – aber Google will mich Benachrichtigen wenn’s so weit ist. (Mir ist immer noch unklar warum ich anstehen muss.) Aber Google Drive ist die Antwort auf das durchaus sehr vorbereitete Angebot von Dropbox, welches ich sehr gerne nutze. Dropbox stellt jedem User kostenlos 2 GB Speicher zur Verfügung und nach der Installation und Anmeldung erscheint das Dropbox Symbol auf dem Desktop und wird wie eine externe Festplatte behandelt. Die Zugriffsrechte einzelnen Ordner werden per E-Mail zugeteilt. Und die Dateien einfach per drag and drop hinzugefügt.

Probiert einfach mal die beschriebenen Tools spielerisch aus und du wirst das Potenzial sofort erkennen.  – bis nächste Woche!

2 comments

  1. http://www.alexa.com ist noch ein weiters interessantes Tool um sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen. es misst den Datentraffic auf Webseiten.

  2. Sofia sagt:

    Hallo Mr. Thursday Ben,

    das ist mal wieder ein interessanter Beitrag. Google Insights kannte ich noch gar nicht. Google hat wirklich eine Menge an nützlichen Produkten. Was ich von Google nutze ist Google Scholar. Damit kann man nach wissenschaftlichen Dokumenten recherchieren.

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